Bereiten Sie Ihr Unternehmen auf die nächste Rezession vor

In Großbritannien gab es in jedem der letzten vier Jahrzehnte eine Rezession und in den USA alle sechs. Folglich sind Rezessionen in der Praxis keine Frage, ob, sondern wann diese eintreten. Wirtschaftsexperten halten die nächste Rezession für unmittelbar bevorstehend und prognostizieren in den nächsten zwei Jahren einen weiteren Abschwung.

Unternehmen, unabhängig von Größe und Standort, sollten sich also auf die nächste Rezession vorbereiten. Vor allem KMUs mangelt es häufig an genau dieser Präparation. Umfragen deuten sogar darauf hin, dass die große Mehrheit an kleinen Unternehmen nur über Bargeldreserven verfügt, die maximal drei Monate die Gemeinkosten decken, falls etwas schief geht. Dieses „Etwas“ kann für viele Unternehmen schon der Verlust von ein oder zwei großen Kunden sein.

In diesem Artikel beleuchten wir einige der Maßnahmen, die Sie ergreifen könnten, um Ihr Unternehmen auf die nächste Rezession vorzubereiten, ohne einen Asset-Schutzmechanismus wie TPS zu verwenden:

Fordern Sie schnellere Zahlungen

Cashflow-Probleme – und ihre ansteckende Natur in der gesamten Lieferkette – sind einer der Hauptgründe, warum kleine Unternehmen während einer Rezession ums Bestehen kämpfen oder gar insolvent gehen.

Selbst unter normalen Marktbedingungen ist es üblich, dass Unternehmen am Ende oder gar nach der Zahlungsfrist die Rechnungen begleichen. Untersuchungen deuten sogar darauf hin, dass Unternehmen tendenziell an einem Benchmark von „akzeptabler Verspätung“ arbeiten, was in der Praxis etwa eine Woche nach dem Rechnungsdatum bedeutet. Sie können folglich das Fälligkeitsdatum Ihrer Rechnung verkürzen, indem Sie es möglicherweise von 30 auf 7 Tage reduzieren. Das Geld wird zwar immer noch verspätet eintreffen, aber schneller als mit längerem Zahlungsziel.

Die Verkürzung der Zahlungsfrist birgt jedoch auch Herausforderungen. Zum einen müssen Sie Ihren Kunden erklären, warum Sie eine schnellere Zahlung verlangen, ohne den Eindruck zu erwecken, dass Ihr Unternehmen Liquiditätsprobleme hat. Zum anderen ist ein umfassenderes Rechnungsverfolgungssystem notwendig, um das vermutlich erhöhte Aufkommen an Zahlungsverzögerungen zu bewerkstelligen.

Erstellen Sie eine Cashflow-Prognose

Hat Ihr Unternehmen eine Cashflow-Prognose? Wenn nicht, gehören Sie zur Mehrheit. Unter normalen Handelsbedingungen erscheinen solche Maßnahmen als unnötige Bürokratie, aber wenn die Rezession eintritt, können sie äußerst nützlich sein. Es sei denn, Sie sind bereit, Ihrem Unternehmen Geld aus persönlichen Ressourcen auf Ad-hoc-Basis zu leihen, wenn Sie in die roten Zahlen geraten. Zwar ist dies gelegentlich in Ordnung, solange es unter Kontrolle gehalten wird. Jedoch bedeutet dieses zugleich, dass Ihr Unternehmen auf einem extrem prekären Fundament gebaut ist.

Obwohl (Online) Software Tools Ihnen bei der Erstellung und Verwaltung aussagekräftiger Cashflow-Prognosen helfen können, impliziert dies einen erheblichen Aufwand für die Buchhaltung, der jedoch in Zeiten einer Rezession eine überlebensnotwendige Maßnahme sein kann.

Betrachten Sie alternative Finanzierungsmöglichkeiten

Die Mehrheit der kleinen Unternehmen ist auf externe Finanzierung angewiesen. Wenn es sich um Ihr eigenes Geld oder um ein Bankdarlehen handelt, befinden Sie sich während eines finanziellen Abschwungs auf dünnem Eis. Sie können alternative Optionen erkunden, darunter Peer-to-Peer-Kredite, Crowdfunding-Plattformen wie Crowdcube, oder sogar innovative Dienstleistungen wie MarketInvoice, mit denen Sie unbezahlte Rechnungen verkaufen können, um Kapital zu beschaffen.

Dennoch sind solche Challenger-Modelle, von denen viele neuartig und nicht durch eine Rezession erprobt sind, weiterhin riskant. Auch sind diese schwierig zu implementieren und aufrechtzuerhalten, wenn eine Abhängigkeit von ihnen besteht. Die Frage, ob diese „Fairweather-Geldgeber“ selbst in einer anhaltenden Rezession oder sogar in einem kurzfristigen Liquiditätsschock liquide sind, bleibt abzuwarten. Diejenigen, die eine derartige Kreditkrise bereits erlebt haben, werden ihre eigene Meinung dazu haben.

Diversifizieren

Wenn Sie auf einen oder zwei besonders große Kunden angewiesen sind, besteht ein hohes Risiko, sobald einer von ihnen ins Wanken gerät. Wenn Sie versuchen, neue Sekundärmärkte zu erschließen, um das Geschäft auf Sektoren, Länder und das ganze Jahr auszudehnen, positionieren Sie Ihr Unternehmen natürlich robuster, falls sich ein Abschwung auf einen Teil der Wirtschaft, ein Land oder ein „Blitz-Crash“ mit dauerhafter Wirkung abzeichnet.

Bei der Diversifizierung geht es auch um die Veränderung der Arbeitsmuster. Vielleicht arbeiten Sie wie viele kleine Unternehmen projektbezogen, wo Sie zu bestimmten Zeiten Zugang zu Personal und Finanzen benötigen. Dies kann prekär sein, wenn Sie ein Projekt während einer Rezession durchführen müssen. Wenn Sie zu einem Modell wechseln, bei dem Sie kontinuierlich an mehreren Projekten arbeiten und diese regelmäßig fakturiert und nicht durch gelegentlich große Rechnungen bezahlt werden, kann dieses Risiko verringert werden.

Diversifikation ist natürlich nicht einfach. Es kann erforderlich sein, sich in Arbeits- und Kundenbeziehungsmustern zu bewegen, die unbequem, künstlich und unnötig erscheinen, wenn der Markt lebhaft ist. In Abwesenheit anderer Schutzmechanismen kann die Diversifizierung jedoch ein wesentlicher Risikominderer sein.

Unglücklich? Oder einfach nur unvorbereitet?

Sie können sich zu Recht als unglücklich erachten, sofern die dunklen Wolken gerade dann aufziehen, wenn Ihr Unternehmen dem Sturm am stärksten ausgesetzt ist. Aber warum sollten Sie das Risiko eingehen in die Unternehmensinsolvenz zu rutschen, wenn es Möglichkeiten gibt, die Risiken erheblich zu mindern?

Sie können Ihr Unternehmen mit den oben genannten Vorschlägen proaktiv innovieren, aber all diese Maßnahmen sind gleichzeitig mit großen Herausforderungen verbunden. Es gibt selbstverständlich weitere, vielfältige und teils einfachere Mechanismen zum Schutz der Profite Ihres Unternehmens. Wenn auch hilfreich, ist keine der Maßnahmen isoliert betrachtet ein vollständiger Ersatz für eine umfassende Rezessionsplanung. Es stellt sich zugleich die Frage, ob diese Mechanismen selbst einer schweren Rezession standhalten würden.

TPS wurde speziell entwickelt, um jedem Rezessions- oder Liquiditätsschock standzuhalten. Der Fonds und die Vermögenswerte, die sich auf einen TPS-Vertrag stützen, sind voneinander getrennt und geschützt, so dass sie unabhängig von dem Zustand der Rezession immer zur Verfügung stehen, um Ihr Unternehmen mit dringend benötigter Liquidität und Rentabilität zu unterstützen. Maßnahmen, die bisher (realistisch) nur großen Unternehmen zur Verfügung standen.

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