Liquiditätsrisiken für kleine Unternehmen: Wie können Sie sich auf einen Squeeze vorbereiten?

Die globale Liquidität scheint zu versiegen. Die seit 2015 schrittweise steigende Politik der Federal Reserve, die Zinssätze zu erhöhen, spielt dabei eine wichtige Rolle. Sie liegen jetzt über 2%, während sie vorher – seit 2009 – nahe null waren. Banken auf der ganzen Welt folgen diesem Beispiel: Auch die Bank of England erhöht die Leitzinsen, die nun auf dem höchsten Stand seit 2009 liegen. In China ging das nachlassende Wirtschaftswachstum mit einer zunehmend sparsamen Kreditvergabe und dem Austrocknen staatlich gedeckter Kredite einher. Dem Ökonomen Merril Lynch (Bank of America) zufolge sind wir weltweit nicht weit von den Zinssätzen vor den Lehman Brothers entfernt.

Angesichts der Vernetzung der globalisierten Kreditmärkte sind diese makroskopischen monetären Trends, die in vieler Hinsicht der oberflächlichen Erholung der Weltwirtschaft in den letzten Jahren nach den Tiefstständen des großen Zusammenbruchs folgen, wirklich wichtig. Sie haben einen großen Einfluss auf die Kreditbereitschaft der britischen Banken. Dies wäre auch richtig, wenn man davon ausgeht, dass die Weltwirtschaft kurz- bis mittelfristig keinen weiteren Einbruch hinnimmt: Eine mutige Annahme, wenngleich die Meinung der Experten dazu neigt, im Jahr 2019 oder 2020 eine Rezession vorherzusagen.

Der Kreditbedarf der britischen KMUs wird traditionell von Banken durch Darlehen und Kontokorrentkredite gedeckt. Der Zugang zu Krediten ist oft nur das A und O des Cashflows, wenn sich Projekte oder Zahlungen verzögern, wenn die Lieferkette unterbrochen wird oder wenn unvorhergesehene Ereignisse jeglicher Art eintreten. Es kann natürlich auch erforderlich sein, Expansion zu finanzieren oder Betriebskapital bereitzustellen, um schwierige Zeiten zu meistern.

Wenn es also zu einem Liquiditätsengpass kommt, ist dies insbesondere für kleine Unternehmen – denen die Rückfallvermögen und die Privilegien für die Kreditgewährung von Großunternehmen fehlt – für das Liquiditätsrisiko von entscheidender Bedeutung. Es gibt drei Hauptbereiche, über die man nachdenken sollte: Finanzierungsmöglichkeiten, Prognose der Cashflows und Liquiditätspuffer.

Finanzierungsfazilitäten – über die traditionellen Kontokorrentkredite und Kreditlinien hinaus – gibt es in vielen verschiedenen Formen, mit unterschiedlichen Kosten und Bedingungen. Es gibt die oft teure Option für kurzfristige Kredite, die eine schnelle Rückzahlung innerhalb von Monaten erfordern. Dann greifen Sie in Ihre eigene Tasche – oder in die Ihrer Aktionäre – für Bargeld, wenn die Dinge schwierig werden, sowie die Freigabe von Eigenkapital in Immobilien. Je nach Alter und Ruf Ihres Unternehmens gibt es die Möglichkeit, Debitorenkredite aufzunehmen, das heißt Kredite gegen bestätigte Verkäufe und vertraglich vereinbartes Kapital aufzunehmen. Sie könnten auch – wenn Sie eine enge Beziehung zu einem Lieferanten pflegen – eine Handelskreditfazilität mit diesem vereinbaren.

Es gibt jedoch offensichtliche Probleme bei der Aufnahme so vieler Schuldenformen: Wie lange brauchen Sie zum Beispiel, um die Finanzierung aufrechtzuerhalten? Wird es zu den gleichen Bedingungen kontinuierlich verfügbar sein? Sind die Fälligkeiten Ihrer Finanzierungseinrichtungen gestaffelt, damit Sie nicht auf einen Schlag eine riesige, womöglich unbezahlbare Rechnung begleichen müssen?

Der Cashflow ist für KMUs so wichtig, dass ein ausreichender Liquiditätspuffer von entscheidender Bedeutung ist. Dies kann entweder Bargeld oder andere sehr liquide Aktiva sein, die bei Bedarf abgerufen werden können. Zu wissen, wo die Grenze zwischen sinnvoller Vorsorge und Overkill zu ziehen ist (das heißt, einen zu großen Puffer aufrechtzuerhalten), ist natürlich eine Herausforderung, aber professionelle Berater können Ihnen dabei helfen, das richtige Gleichgewicht zu finden. Aus unserer Sicht wäre es jedoch gut, wenn sich KMUs stark in Richtung Vorsicht bewegen, insbesondere angesichts der Wahrscheinlichkeit einer Rezession im Jahr 2019 oder 2020.

Ein weiterer großer Risikominderer ist die Cashflow-Prognose, die wir jedem KMU empfehlen, beizubehalten. Dabei werden die erwarteten Cashflows kontinuierlich überwacht und mit dem jährlichen Betriebshaushalt verglichen. So können rote Flaggen (d.h. Bereiche, in denen der tatsächliche Cashflow und die Prognosen nicht synchron sind) identifiziert werden, bevor es zu spät ist. Die Aufrechterhaltung eines konstanten Flusses aktueller Informationen an den mit der Verwaltung der Prognose beauftragten Steuerberater ist herausfordernd und Ressourcen intensiv. Solche Vorsichtsmaßnahmen können jedoch zu wichtigen Warnzeichen führen, bevor es zu spät ist.

Eine zweite Verteidigungslinie

Liquiditätsprobleme haben in der Vergangenheit unzählige Unternehmen in die Insolvenz getrieben und werden auch in Zukunft nicht aufzuhalten sein. Dies gilt insbesondere dann, wenn eine Kreditklemme bei Schönwetterfirmen unvorbereitet ist. Mit den oben genannten Optionen können Sie Liquiditätsrisiken abmildern, aber reichen diese aus?

Auf dem Markt gibt es andere Mechanismen zur Risikominderung (z.B. Zinsswaps und Währungsabsicherungen), die jedoch keinen Schutz vor einem erheblichen Handelsabschwung in Verbindung mit einem Liquiditätsschock bieten können. Aus diesem Grund wurde TPS als innovativer – und einfach einzurichtender – Mechanismus konzipiert, der insbesondere für kleine Unternehmen geeignet ist und ihnen den Zugang zu Verteidigungsmaßnahmen ermöglicht, die bisher nur großen Unternehmen vorbehalten waren. Ein durch TPS geschütztes Unternehmen wird auch in Zeiten restriktiver Finanzpolitik und wirtschaftlichen Abschwungs auf die effizienteste Weise gepuffert, indem die von TPS unterstützten Fonds mit getrennter, zweckbezogener Kapitalausstattung, bereit sind, Ihr Unternehmen in schwierigen Zeiten zu unterstützen und zum Handelserfolg zurückzuführen.

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